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Sach­be­züge zum Arbeits­lohn

Zum Arbeits­lohn zäh­len alle Ein­nah­men, die dem Arbeit­neh­mer aus dem Dienst­ver­hält­nis zuflie­ßen. Sie kön­nen in Geld, aber auch in Form von Sach­wer­ten wie Woh­nung, Kost, Waren oder Dienst­leis­tung bestehen. Die Gewäh­rung von Sach­be­zü­gen ist für Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber attrak­tiv, da diese steuer- und sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­che Vor­teile bie­ten.


Frei­grenze für Sach­zu­wen­dun­gen Arbeit­ge­ber kön­nen ihren Arbeit­neh­mern monat­lich einen Sach­be­zug in Höhe von 44 € steu­er­frei gewäh­ren. Die Steu­er­frei­heit wird auch für die Sozi­al­ver­si­che­rung über­nom­men. Zusätz­lich blei­ben Sach­zu­wen­dun­gen des Arbeit­ge­bers ab 1.1.2015 bis zu 60 € steuer- und sozi­al­ver­si­che­rungs­frei, wenn sie anläss­lich eines per­sön­li­chen Ereig­nis­ses aus­ge­ge­ben wer­den. Zu den beson­de­ren per­sön­li­chen Anläs­sen zäh­len Geburts­tage, Hoch­zeit, Geburt eines Kin­des oder runde Mit­ar­bei­ter­ju­bi­läen.

Frei­gren­zen gel­ten neben­ein­an­der Beide Frei­gren­zen kön­nen Arbeit­ge­ber neben­ein­an­der aus­schöp­fen. Die Sach­zu­wen­dungs­frei­grenze in Höhe von 44 € ist ein ereig­nis­un­ab­hän­gi­ger Monats­wert. Der Arbeit­neh­mer kann zusätz­lich bei per­sön­li­chen Anläs­sen eine Auf­merk­sam­keit in Höhe von 60 € erhal­ten. Bei meh­re­ren Ereig­nis­sen in einem Monat – z. B. Geburt eines Kin­des und Hoch­zeit des Arbeit­neh­mers – kann der Arbeit­ge­ber sogar zwei Auf­merk­sam­kei­ten im Wert von jeweils bis zu 60 € gewäh­ren.

Ach­tung: Frei­grenze Für Arbeit­ge­ber ist es wich­tig zu beach­ten, dass es sich nicht um einen Frei­be­trag, son­dern um eine Frei­grenze han­delt. Ein Frei­be­trag ist ein Betrag, der bei der Besteue­rung immer frei bleibt. Er min­dert also die Steu­er­be­mes­sungs­grund­lage. Bei Über­schrei­tung des Frei­be­trags müs­sen nicht die gesam­ten Ein­nah­men ver­steu­ert wer­den. Nur der den Frei­be­trag über­stei­gende Teil der Ein­nah­men ist steu­er­pflich­tig.

Eine Frei­grenze ist ein Betrag, bis zu dem die Bemes­sungs­grund­lage steu­er­frei bleibt. Wird eine Frei­grenze über­schrit­ten, ist aber die volle Bemes­sungs­grund­lage zu besteu­ern. Es tre­ten die Rechts­fol­gen nicht nur für den die Frei­grenze über­stei­gen­den Betrag ein, son­dern für den Gesamt­be­trag.

Bei der Frei­grenze han­delt es sich um einen Monats­be­trag. Um zu ermit­teln, ob die Sach­be­züge unter­halb der 44-€-Grenze blei­ben, wer­den sämt­li­che Sach­be­züge in einem Monat zusam­men­ge­rech­net. Es ist nicht mög­lich, die Frei­grenze auf einen Jah­res­be­trag hoch­zu­rech­nen.

Keine Geld­be­träge Vor­aus­set­zung für die Steuer- und Sozi­al­ver­si­che­rungs­frei­heit ist, dass der Arbeit­ge­ber einen Sach­be­zug gewährt. Damit ist aus­ge­schlos­sen, dass der Arbeit­neh­mer (Teil-)Betrag aus­ge­zahlt bekommt. Die Aus­zah­lung selbst gerin­ger Rest­be­träge muss aus­ge­schlos­sen sein.

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat jedoch ent­schie­den, dass ein Gut­schein über einen fes­ten Euro­be­trag steu­er­lich als Sach­zu­wen­dung anzu­se­hen ist. Damit ist die jah­re­lange Ver­wal­tungs­pra­xis über­holt, dass Gut­scheine nur über eine ein­deu­tige Beschrei­bung des Gegen­stands und ohne Angabe eines Euro­be­trags steu­er­frei blei­ben.

In der Pra­xis wer­den daher elek­tro­ni­sche Gut­scheine immer belieb­ter. Diese wer­den als wie­der­auf­lad­bare Gut­schein­karte aus­ge­ge­ben. Die Karte kann in den teil­neh­men­den Filia­len direkt an der Kasse ein­ge­setzt wer­den.

Fazit Sach­be­züge bie­ten viele Vor­teile für Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber: Arbeit­neh­mer erhal­ten 44 € monat­lich mehr netto. Der Arbeit­ge­ber spart Steu­ern und Sozi­al­ab­ga­ben. Wich­tig ist jedoch, die beschrie­be­nen Fall­stri­cke zu beach­ten. Emp­feh­lens­wert ist so eine elek­tro­ni­sche Vari­ante der Gut­schein­ge­wäh­rung.


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